Am 2. Dezember war es also soweit. Die erste Konsole der neuen Generation kommt auf den Markt. Ich war lange am überlegen, ob ich mir Microsofts neuestes Gerät zulegen sollte, da ich in letzter Zeit nicht mehr so viel gespielt habe und ich auch keine große Lust auf etwas neues hatte. Trotzdem habe ich die XBox 360 schon im August bei Amazon vorbestellt, wenn auch mehr aus Spaß denn aus wirklicher Kaufabsicht.

Je näher der Launch kam, desto mehr rückte meine Entscheidung in Richtung pro Konsole. Vor allem die Möglichkeit der Anzeige der Spiele in 720p auf meinem Projektor gab letztendlich den entscheidenden letzten Anstoß zum Kauf. Durch den weltweit fast simultanen Erscheinungstermin, war aber vor allem die Premiumausgabe der XBox360 in den Geschäften knapp und wer nicht rechtzeitig vorbestellt hatte, ging u.U. leer aus. Dank meiner frühen Bestellung bei Amazon hielt ich mein Gerät pünktlich am 2.12.05 in den Händen und konnte jegliche Notfall-Pläne auf anderem Weg eine Konsole ergattern zu müssen Gott sei Dank ad acta legen.

Zum Start wollte ich mir eigentlich nur Perfect Dark Zero und Projekt Gotham Racing 3 kaufen, aber als ich im Saturn vor den Spielen stand packte mich das Verlangen und ich mir auch noch Condemned und Need for Speed Most Wanted für je 59 Euro ein. Als Zubehör habe ich mir noch 2 Play and Charge Kits (Akkus für den kabellosen Controller) geleistet. Summa summarum kam mich der ganze Spaß dann doch auf fast 700 Euro.

Freitag abends konnte ich dann nach der Arbeit endlich zur Tat schreiten. Die Verkabelung war konsolentypisch kein Problem. Zuerst habe ich im Einstellungsmenü die Auflösung auf 720p geändert und war von der Qualität der Ausgabe über YUV positiv überrascht. Das Bild wirkt plastisch und klar. PGR 3 sieht hochauflösend einfach umwerfend aus. Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass der grafische Sprung für die Besitzer eine “Normal-TVs” nicht so groß ausfällt. Bei Perfect Dark Zero z.B. muß man teilweise schon sehr genau hinsehen, um zu sehen, wo die ganze Rechenpower hingeht. Wände und Böden sind bei genauerem Betrachten wunderbar plastisch und mit “tiefen” Furchen gezeichnet, die jedes Bump-Mapping buchstäblich alt aussehen lassen. Nur leider fällt das meistens in der Hitze des Gefechts nur sehr selten auf. Trotzdem kann man das Spiel als grafisch gelungen bezeichnen und an manchen Stellen zeigt PD sehr schön, auf was man sich bei Titeln mit längerer Entwicklungszeit noch freuen darf.

Da ich in Ruhe ein Spiel nach dem andern zocke, habe ich PGR 3 nur kurz, sowie Condemned und NFS:MW noch gar nicht gespielt. Perfect Dark und Condemned sind laut diversen Tests beide ein wohl eher kurzes Vergnügen. So müßte ich bald bei den beiden Rennspielen angelangt sein. Nach ca. 8 Spielstunden Perfect Dark kann ich zumindest sagen, dass Rare das Rad zwar nicht neu erfunden hat, aber zumindest ein sehr kurzweiliges Spiel abgeliefert hat, dass jede Menge Spaß macht.

Jetzt muß ich aber weiterspielen…